Ich kenne sie nur allzu gut, die Vergessenheit, auf mich selbst zu achten. Wenn scheinbar alles andere um mich herum viel wichtiger ist als meine eigenen Belange, dann beginne ich, mich Stück für Stück von mir zu entfernen. Unabsichtlich, schleichend. Als sei, was mich betrifft, automatisch etwas für die zweite Reihe.

Zeit für die Familie? Erst am Wochenende.

Ausreichend Schlaf? Fehlanzeige.

Ein Salat zum Mittagessen? Wieder nicht dafür eingekauft.

Feste Pausen im Arbeitsalltag? Ist was für entspanntere Zeiten.

Zum Sport gehen? Passt diese Woche nicht.

Die Achtsamkeit gegenüber anderen ist eine feine Eigenschaft. Aber die Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist ein hohes Gut, eins der höchsten überhaupt. Denn wer sollte mir Achtsamkeit entgegenbringen, wenn ich es mir nicht selber wert bin?

In Phasen, in denen du besonderen Belastungen ausgesetzt bist, ist Achtsamkeit noch wichtiger als sonst. Wie sollen Körper und Seele dem Druck standhalten, wenn du sie nicht pflegst? Also nutze herausfordernde Zeiten, um Achtsamkeit zu lernen. Tritt auf die Bremse, wenn es dich drängt, Vollgas zu geben. Gönn dir etwas Gutes, auch wenn dir gerade gar nicht danach ist.

Achtsamkeit lässt sich lernen. Ich kann nicht sagen, dass ich selber darin Meisterin bin. Wie wär’s, wenn wir uns zusammen in Achtsamkeit üben? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

Ich wünsche dir von Herzen eine achtsame Woche von Mittwoch zu Mittwoch,

deine Katharina

Zitat der Woche: „Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele eines Menschen machen kann.“ (Fjodor M. Dostojewski)

Ich widme dem Thema Achtsamkeit ein Kapitel in meinem Buch „Loch im Leben – 11 Chancen, nach Tod und Trauer wieder Tritt im Leben zu fassen“. Wenn dich das interessiert: Schau mal hier!

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