Manchmal kündigt er sich lange schon an, dann wieder kommt er völlig überraschend ins Leben: der Tod. Wir wissen es alle, dass er es ist, der unser Leben begrenzt und beendet. Denn mit dem Tag unserer Geburt bekommen wir den Tod mit in die Wiege gelegt. Nicht wissend, wann er uns eines Tages mitnehmen wird auf die andere Seite der Grenze.

Fakt ist, irgendwann wird es geschehen. Irgendwann wirst du sterben. Und irgendwann werden auch deine Lieben aus diesem Leben gehen.

Bleibst du zurück, bist du als Angehörige:r herausgefordert, an vieles zu denken. Unter anderem muss die Trauerfeier geplant werden. Viele wissen gar nicht, dass sie dabei mehr Mitsprachemöglichkeiten haben, als sie denken.

Ja, ich höre sie auch, Stimmen, die sagen: „Da kennst du aber unsere Pastorin schlecht, die lässt sich nicht hineinreden!“ Oder: „Unser Pfarrer macht Beerdigungen so, wie er immer Beerdigungen macht, da gibt es kein Vertun!“

Nicht alle, die mit der Durchführung von Trauerfeiern betraut sind, sind flexibel. Viele aber zumindest öffnen sich dem Trend, der zum Abschied eine größere Individualität zulässt.

Wie auch immer es sei: Du kannst deine Wünsche bezüglich eines persönlichen und würdigen Abschiedes am besten verwirklichen, wenn du dir rechtzeitig Gedanken darüber machst. Das gilt für deine eigene Trauerfeier ebenso wie für die Trauerfeier für eine:n deiner Liebsten.

Deine Planungen sollten folgende Punkte betreffen:

  • Sarg- oder Urnenbestattung?
  • Beisetzung auf einem Friedhof, in einem Ruheforst oder auf See?
  • Wer soll an der Trauerfeier teilnehmen?
  • Wie soll der Rahmen sein (Kapelle, Kirche, Abschiedsraum, freier Himmel…)?
  • Gibt es besondere Wünsche für die Dekoration?
  • Welche Musik soll gespielt werden?
  • Gibt es bestimmte Texte, die gelesen werden sollen?
  • Welches Bestattungsinstitut soll beauftragt werden?
  • Soll eine bestimmte Person beim Abschied sprechen (Pastor:in, Redner:in, jemand aus der Familie)?

Das sind die Punkte, die die reine Planung der Feier zum Abschied betreffen. Es ist überaus sinnvoll, sich über diese Punkte rechtzeitig Gedanken zu machen. Dann nämlich wirst du auch bei einem plötzlichen Todesfall nicht völlig überrollt von all den wichtigen Entscheidungen, die zu treffen sind. Und dein Eigenes spielt auch am Lebensende noch eine Rolle.

Denke daran: Es gibt kein zweites Mal für das letzte Mal! Das ist mein Motto. Dem fühle ich mich verpflichtet (und es ist so gut, dass es inzwischen andere Trauerredner:innen gibt, die ungefragt damit werben).

Es gibt kein zweites Mal für das letzte Mal! Das sollte auch für dich gelten. Damit dein Abschied und der Abschied von deinen Liebsten so wird, wie du dir das vorstellst.

Hast du deinen eigenen Abschied oder den von deinen Lieben bereits geplant? Dann erzähle mir gerne von deinen Plänen.

Ich wünsche dir von Herzen eine den Abschied planende Woche von Mittwoch zu Mittwoch,

deine Katharina

Zitat der Woche: „Unser Leben ist der Fluss, der sich ins Meer ergießt, das ‚Sterben‘ heißt.“ (Federico Garcia Lorca)

 

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